Im Frühling für 249 Dollar
Wikipad: Gamingtablet mit Android zum schmalen Preis

Als die Wikipad Inc. vor ziemlich genau einem Jahr das gleichnamige Gamingtablet Wikipad vorstellte, überraschte es in vielerlei Hinsicht. Es sollte nur 200 Dollar kosten und zugleich einen 3D-Display und modernste Technik bieten. Jetzt – ein Jahr später- hat sich viel geändert. Geblieben ist das Grundkonzept, das vielversprechend klingt.

So sieht das Wikipad aus. (Foto: Wikipad)

So sieht das Wikipad aus. (Foto: Wikipad)

Das Wikipad sollte ursprünglich einen stereoskopischen Bildschirm erhalten, später war von einem 10,1 Zoll großen Gaming-Monster die Rede. Der Hersteller hat sich offenbar endgültig entschieden, denn im Frühling 2013 wird das Wikipad für 249 Dollar (zirka 185 Euro) veröffentlicht. Auf den ersten Blick handelt es sich um ein reguläres Tablet mit einem 7 Zoll großen IPS-Display und einer Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten. Dieses kann auch als solches verwendet werden – dank Android 4.1 muss man keine Kompromisse eingehen. Im Gegenteil, denn durch den schnellen Tegra 3-Prozessor (Quadcore), 1GB RAM und 16GB Flash-Speicher ist das Gerät auf der Höhe der Zeit.

Zum Spielen?

Das Tablet kann auch ohne Controller verwendet werden. (Foto: Wikipad)

Das Tablet kann auch ohne Controller verwendet werden. (Foto: Wikipad)

Die Spieletauglichkeit wird durch einen speziellen Controller erreicht, in den man das Tablet steckt – fertig ist die Gaming-Maschine für unterwegs. Durch die Peripherie erhält man zwei Analogsticks, ein Steuerkreuz, typische Buttons und sogar leistungsfähige Stereo-Lautsprecher. Diese werden auch von diversen Titeln unterstützt. Eine Liste aktueller Spiele findet man auf der offiziellen Webseite.

Das Wikipad verfügt weiterhin über Bluetooth 4.0, WIFI, Sensoren wie ein Gyroskop, einen micro-HDMI-Ausgang und einen Mini-USB-Slot zum Aufladen des 4100 mAh starken Akkus. Es ist also alles dabei, was man für den Alltag und zum Spielen benötigen könnte.

Skepsis

Trotzdem bleibt auf gewisse Weise Skepsis. Schon zum dritten Mal wurde das Konzept des Wikipad verändert – das macht zu Recht misstrauisch. Auch ist unklar, wie der Controller-Aufsatz verwendet wird. Unterstützen Spiele diesen explizit oder wird eine Software-Mapping-Funktion verwendet? Zweitgenannte Variante ist in der Regel nicht immer optimal und mit Verzögerungen und Ungenauigkeiten verbunden. Hier verrät der Hersteller keine Details – auch nicht auf der Internet-Präsenz.

Zudem ist nicht bekannt, ob es das Wikipad bald nach Europa schafft, geplant ist dies aber offiziellen Aussagen zufolge schon. Sowieso konkurriert es trotz des attraktiv erscheinenden Preises mit vielen anderen Tablets – vom Nexus 7 bis hin zum Amazon Kindle Fire HD.  Für das Spielgerät spricht wiederum, dass uns der volle Zugriff auf alle aktuellen Shops versprochen wird – von Google Play über Amazon AppStore, TegraZone bis hin zu PlayStation Mobile.

Alles in allem besitzt das Wikipad einen cleveren Ansatz: Für den Alltag nutzt man es als reguläres Tablet, fürs Spielen steckt man den Controller auf. Ob diese Idee auch qualitativ überzeugen kann und bei den Gamern ankommt? Das erfahren wir in den nächsten Monaten.

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